Der IVDK von 1988 bis heute

Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken zur Erfassung und wissenschaftlichen Auswertung der Kontaktallergien (IVDK) wurde als multizentrisches Projekt unter Beteiligung von zunächst 8 Univ.-Hautkliniken der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1988 gegründet. Die Zentrale des Projektes wurde an der Univ.-Hautklinik Göttingen eingerichtet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kooperieren 55 Hautkliniken im IVDK.Das Projekt wurde vom 01.11.1988 bis 31.12.1993 vom damaligen Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) im Rahmen des Programms "Epidemiologie der Allergien" gefördert. Seit dem 01.01.1994 wird der IVDK von der Gesellschaft zur Förderung der Erforschung und Prävention beruflich und außerberuflich bedingter allergischer Erkrankungen e.V. (G.E.P.A.) getragen. Die GEPA hat inzwischen ihren Namen geändert in IVDK e.V.

Die Überwachungsfunktion des lVDK ruht auf folgenden Säulen

  • Erfassung von bestimmten anamnestischen Angaben und von Ergebnissen der Epikutantestung aller in einer Klinik getesteten Patienten im Routinebetrieb
  • halbjährliche übertragung der Daten an die Zentrale des IVDK in Göttingen
  • Auswertung der Daten in der IVDK-Zentrale, Institut an der Universität Göttingen, mit dem statistischen Programm-Paket SAS ®.

Dadurch, dass die Datenerfassung in den Routinebetrieb der Kliniken integriert ist - das System eignet sich gut zur kliniküblichen Dokumentation - , entsteht eine hohe Akzeptanz des Erfassungssystems, was sich positiv auf die Datenqualität auswirkt. Die ersten Patienten wurden im November 1989 in einigen Kliniken erfasst. Mit den Veröffentlichungen und Beratungen sollen diese Einrichtungen in ihrem Ziel unterstützt werden, die Zahl allergischer Erkrankungen zu vermindern und damit die Gesundheit der Bevölkerung vor Schaden zu bewahren. Im folgenden Übersichtsartikel werden die Hintergründe des IVDK Überwachungssystems ausführlicher dargestellt:

Aufgaben des IVDK

  • Der IVDK ist ein epidemiologisches Überwachungssystem, das durch fortlaufendes Monitoring die Daten und Informationen erzeugt und bereit stellt, die für die Prävention der Kontaktallergien erforderlich sind.
  • Mitglieder sind Hautkliniken im deutschsprachigen Raum in Deutschland, der Schweiz und Österreich
  • Es werden Daten von allen epikutan getesteten Patienten mit der WinAlldat / IVDK Software erfasst und in der IVDK-Zentrale ausgewertet, derzeit ca. 12.000 Patienten qualitätsgesichert pro Jahr
  • Die Ergebnisse (415 Publikationen aus der Kooperation von IVDK und DKG, 12/2013) werden in Fachzeitschriften publiziert. Sie dienen weiterhin der Beratung von regulatorischen Behörden, Berufsgenossenschaften, der Industrie, und den Medien. Mit den Veröffentlichungen und Beratungen sollen diese Einrichtungen in ihrem Ziel unterstützt werden, die Zahl allergischer Erkrankungen zu vermindern und damit die Gesundheit der Bevölkerung vor Schaden zu bewahren
  • Kooperation mit der Deutschen Kontaktallergie-Gruppe e.V. (DKG), Liste der DKG-Testreihen

Beteiligte Kliniken, erfasste Patienten

Bei der Gründung des IVDK im Jahr 1988 waren 8 Universitäts- Hautkliniken beteiligt. 1992 kamen im Rahmen des BMFT-Projektes weitere 7 Hautkliniken zum IVDK hinzu. In den folgenden Jahren schlossen sich etliche weitere dermatologische Abteilungen dem IVDK an. Insgesamt sind 55 Zentren im IVDK aktiv (Stand Januar 2016). Alle beteiligten Kliniken sind Mitglieder der Deutschen Kontaktallergie-Gruppe (DKG) in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Es werden ca. 12.000 Patienten qualitätsgesichert pro Jahr erfasst.

Anzahl Patienten pro Jahr

Anfang 2016 waren die anamnestischen und klinischen Daten sowie die Testergebnisse von ca. 274.000 Patienten bzw. Fällen in der zentralen Datenbank des IVDK gespeichert.

Wissenschaftliche Arbeit

Insgesamt sind bis Dezember 2015 460 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften aus der Kooperation von IVDK und DKG hervorgegangen. Darüber hinaus wurden Ergebnisse des IVDK auf zahlreichen Tagungen und Kongressen in Vorträgen oder Postern dargestellt. Die Inhalte können hier nicht referiert werden. siehe IVDK Publikationen

Weitere Informationen erhalten Sie jedoch selbstverständlich über die Mitarbeiter des IVDK.