Hintergrund

Durch Kontaktallergien verursachte Hautkrankheiten sind in der Regel nicht lebensbedrohlich. Sie stellen jedoch für den Betroffenen eine einschneidende Diagnose mit zum Teil erheblichen Konsequenzen dar. Beruflich und außerberuflich erworbene Kontaktallergien sind ein volkswirtschaftlich nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Die durch die Berufsgenossenschaften aufzubringenden Leistungen allein für beruflich bedingte Hauterkrankungen belaufen sich jährlich auf über 125 Mio. Euro. In der Regel persistieren einmal erworbene Kontaktallergien lebenslänglich und bisher gibt es keine therapeutische Möglichkeit, diese zu beseitigen. Die einzig wirksame Maßnahme in diesem Bereich ist daher die Prävention, die sich zum einen als Primärprävention im Sinne des Verhütens der Entstehung neuer Kontaktallergien und zum zweiten als Sekundärprävention im Sinnne der Vermeidung des Allergenkontaktes bei bereits bestehender Allergie darstellen kann.Durch die Zusammenarbeit von zahlreichen Hautkliniken ist es möglich, große Patientenkollektive in kurzer Zeit zu erfassen. Neu aufkommende Allergene werden dadurch schneller registriert und können als "sentinel health events" publik gemacht werden bzw. Entscheidungsträger zu entsprechender Intervention veranlassen.Die Auswertung von Sensibilisierungen in Subpopulationen, deren Beobachtung in einzelnen Kliniken Jahre dauern würde, lässt Risikogruppen leichter erkennen und ermöglicht die entsprechende Beratung der bereits Sensibilisierten. Der IVDK verfolgt als epidemiologisches Überwachungssystem im Bereich der Kontaktallergien das Ziel, Informationen als Grundlage für die Prävention bereitzustellen.